schlussfolgerung

Nach derAnalyse und den Resultaten, müssen wir zur ersten Frage zurückkehren, und zwar, ob Friedrich Wilhelm Grund einen Zyklus komponiert hatte. Zu dieser Frage kann ich ohne Mehrdeutigkeit sagen: „jein.“ Es ist eine komische Antwort, weil ich in der Analyse und den Resultaten deutlich bewies, dass diese Sammlung ein Zyklus ist. Ich zeigte systematisch und methodisch, dass es ein Zyklus ist. Ich beschrieb, wie die Sammlung in der Musik und im Text gut zusammen passen. Dann sagte ich, wenn eine Sammlung inhaltlich und musikalisch gut passen, dann ist es ein Zyklus. Dementsprechend muss es unwiderruflich ein Liederkreis sein.

Leider ist es nicht so einfach. In dem 21. Jahrhundert ist die Sammlung etwas, was als Zyklus hätte bezeichnet werden können. Jedoch schrieb Grund auf der ersten Seite der Partitur, es sei eine Sammlung. Er schrieb gar nichts über die Idee von einem Zyklus, einem Kreis, oder einer Reihe. Natürlich hatte er es so bezeichnet, weil das Wort Liederkreis nicht so benutzt wurde, wie es heutzutage benutzt wird. Obwohl die Idee von einem Zyklus wohl nicht in Grunds alltäglichen Wortschatz passte, als er die Sammlung komponierte, kann man nicht die Wörter, die Grund schrieb, einfach verändern. Man muss den Ausdruck, den Grund benutzte, respektieren. Da beide Antworten gleichzeitig richtig und falsch sind, ist die Antwort „jein,“

Eigentlich kann man das Stück besser verstehen wenn es sich als Zyklus und als eine bloße Sammlung betrachten lässt. Man kann klar mitbekommen, dass die Idee von einem Liederkreis im 19. Jahrhundert anders als die Idee davon im 21. Jahrhundert. Deswegen kann man erkennen, was für eine neue Idee ein Zyklus war. Grund erfand eine Gattung, die ganz neu war. Das Wort „jein“ zeigt, wie Grund etwas innovatives komponiert, was bald eine beliebte Musikgattung wurde. Es ist einfach, rückblickend zu sagen, was etwas war, aber es ist noch besser sagen zu können, wie etwas in der Zukunft betrachtet wird.