Wie Funktioniert TUSCH?

Warum diese Bildung? Warum diese Partnerschaften?

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Carsten Beleites, einer der Koordinatoren für Theater und Schule.

Wie die früher zitierte Forschung zeigte, sind ästhetische Fächer wichtig für die geistige Entwicklung der Schüler und Schülerinnen. Der TUSCH Koordinator, Carsten Beleites, der seit zwei Jahren TUSCH leitet, begann seine Karriere als Grundschullehrer und studierte Geschichte, Deutsch, und Theater. Als er jünger war, entschied er sich, dass Theater ein wichtiges Fach war, weil es für die Entwicklung der Kinder hilfreich ist, wenn andere Fächer mit Theater verbunden werden. Beleites arbeitete früher in einer Schule, die eine Menge ärmerer Schüler und Schülerinnen aus Hamburg hatte. Als er die Möglichkeit hatte, mit TUSCH zu arbeiten, wusste er, dass es eine gute Erfahrung für Schüler und Lehrer war.

"Ich hatte Kinder, die nie ein Wort geschrieben haben, und diese Schauspieler und Dramaturgen sind in die Klasse gekommen. Sie sagten, 'Wir machen eine Szene...und wir werden sie auf die Bühne stellen.' ...Es war eine wunderbare Erfahrung."1

Warum unterrichten Lehrer Theater, wenn Theater von Experten unterrichten werden kann? Jetzt arbeitet Beleites an einer neuen Grundschule, die eine neue Partnerschaft mit dem Deutschen Schauspielhaus hat. Er macht ähnliche aber viel bessere Erfahrungen.

 "Nach diesen zwei Jahren in einer Partnerschaft mit dem Schauspielhaus haben wir uns in einer Kunstschule verwandelt, und wir haben das ganze Curriculum verändert. Jetzt unterrichten wir alle Fächer mit Kunst."

Radioballett

Flashmob1 (1)

1.000 Jugendliche tanzen auf dem Jungfernstieg im Juni 2014. Im Juni 2015 wird eine größere Veranstaltung rund um die Alster stattfinden.

TUSCH ermöglicht kleine Einzelpartnerschaften, aber was würde passieren, wenn alle Studentinnen und Studenten einander sehen und treffen, und etwas zusammen machen könnten? Mit 14 Theatern, 16 Schulen, und 2.000 Kinder, die am 2014-2016 Zyklus teilnehmen, könnte eine große Veranstaltung gemacht werden. Beleites bewunderte die künstlerische Arbeit einer Performance Gruppe, Ligna, die Kunst in Hamburg und Berlin macht, und die für ihre Flash-Mobs bekannt ist.2 Er wollte mit dieser Gruppe arbeiten, um die verschiedenen Schülerinnen und Schüler in einem großen Radioballett zusammenzubringen. Mit Ligna und zwei Studentinnen und Studenten von jeder Schule entwickelte Beleites über die Weihnachtsferien einen Plan für ein Radioballett. Sie wollten die Veranstaltung auf dem Jungfernstieg im Juni aufführen, weil es ein großes Publikum geben würde, und sie können zeigen, dass diese Jugendlichen nicht schlecht oder unhöflich sind. Er arbeitete mit rund 20 Schülern und Schülerinnen zwischen 11 bis 17 Jahre. Sie trafen sich für vier Tage an der Schule, wo Beleites arbeitet. Lokale Nachrichten berichteten von der Veranstaltung, einschließlich des Hamburger Abendblatts, das schrieb, “die Menge [fing] plötzlich an, untereinander herumzupöbeln, ein anderes Mal wurden auf Kommando alle Passanten in der Nähe überfallartig begrüßt und in den Flashmob mit einbezogen.”3

Zukunftspläne

Carsten Beleites weiß, dass zwei Jahre für eine Partnerschaft viel zu wenig Zeit ist, um etwas wirklich erfolgreiches zu entwickeln. Wenn sie mehr Zeit hätten, könnten sie ein anderes Projekt machen oder ihre Partnerschaft weiter entwickeln. Deswegen bestimmte Beleites, dass TUSCH in der kommenden Jahren drei anstatt zwei Jahre dauern wird.4

Beleites hat auch dieses Jahr vor, noch eine Veranstaltung rund um die Alster zu organisieren. Er hofft, dass diese Veranstaltung größter sein wird als die, die am Jungfernstieg im Juni 2014 statt fand.5


  1. Carsten Beleites. persönliche Kommunikation, 17. Dezember 2014.

  2. Ligna. About Ligna/Über Ligna.

  3. Hamburger Abendblatt. 1000 Schüler versammeln sich zum Radioballett in der City. 4. Juni 2014.

  4. Carsten Beleites. Persönliche Kommunikation. 17. Dezember 2014.

  5. Carsten Beleites. Persönliche Kommunikation. 17. Dezember 2014.