Schlussfolgerung

Golden_Pudel_Club,_Hamburg_2014

Golden Pudel Club, 2014 Gebäude „Am St. Pauli Fischmarkt 27“, Hamburg

Meine Forschung in Hamburg enthüllte negative Auswirkungen der Gentrifizierung. Allerdings fand ich auch ein paar positive Auswirkungen in meinen Interviews. Zum Beispiel gab es die Möglichkeit für bekannte eingegangene Clubs wie Mojo sich wieder zu etablieren. Auf der einen Seite sollte es mehr private Investitionen für die Kultur der Stadt geben, weil mehr reiche Leute sich heute von der Stadt angezogen fühlen. Aus den Gesprächen mit Jakob Seidensticker, Hardy und Just habe ich erfahren, dass die Musikszene sehr von der Gentrifizierung betroffen ist. Es gibt zwar immer noch recht viele Musikveranstaltungen in der Stadt, aber sie sind schlechter besucht, weil weniger Leuten aus finanziellen Gründen in der Stadt wohnen können. Obwohl die Anzahl der verkauften Platten in den letzten fünf Jahren wuchs, ist es immer noch schwierig Platten auf der ganzen Welt zu verkaufen. Als Folge davon können solche kleinen Plattenläden und Clubs die Mietzinse nicht mehr bezahlen, insbesondere wenn sich ein neuer McDonalds, ein neues Hotel oder eine neue Filiale einer großen Firma im gleichen Gebiet etablieren wollen.

Musiker sind besonders davon betroffen, weil sie auf viele Einkommensquellen wie Auftritte und Plattenverkauf zählen. Ohne Unterstützung von der Regierung müssen viel mehr Musiker und Leute aus der Szene langsam aus der Stadt rausziehen. Initiativen wie Planbude stellen das Problem der Gentrifizierung im Kontext der Esso–Häuser vor. Die Stimmen der betroffenen Leuten helfen mit die zukünftigen Strategien gegen die negativen Auswirkungen der Gentrifizierung zu gestalten. Solche Probleme können nur durch Gespräche gelöst werden, weil so viele Parteien betroffen sind. Am Schluss stellt sich die Regierung auf die Seite der Bewohner der Stadt und nicht auf die Seite der Firmen. Die Musikszene kann geschützt werden, wenn die Regierung kulturelle Subventionen zur Verfügung stellt wie zum Beispiel in Paris.