Einleitung

Ich lege Platten beim Golden Pudel auf

Ich lege Platten beim Golden Pudel auf.

Die alternative Musikszene Hamburgs ist ganz vernetzt. Im allgemein verlassen die Musiker sich auf Plattenfirmen, wenn es um die Verteilung ihrer Musik geht. Die Plattenfirmen wiederum verlassen sich auf die Clubs, wenn es um die Anstellung ihrer Künstler und den Verkauf ihrer Platten geht. Die Gentrifizierung einer Stadt hat somit große Folgen auf die Musikszene und die damit verbundenen Parteien. Wenn die durchschnittlichen Mietpreise sich erhöhen, ist es teurer in der Stadt zu leben. Als Folge davon schließen Clubs und Kneipen, weil sie die Mietzinse nicht mehr bezahlen können. Das kann verheerend für Künstler sein, weil sie ihre Gage verlieren und weil ihre Musik auf weniger Veranstaltungen vorgestellt wird. Das beeinträchtigt natürlich den Verkauf der Musik.

Um die Auswirkungen der Gentrifizierung der Hamburger Musikszene besser zu verstehen, habe ich untersucht, wie die Hamburg alternative Musikszene von der Gentrifizierung betroffen ist. Insbesondere interessiert es mich, welche Stadtteile in Hamburg von der Gentrifizierung am meisten berührt werden. Ist es möglich die alternative Musikkultur Hamburgs zu schützen? Ist Gentrifizierung immer schädlich für die Entwicklung der Musikszene Hamburgs, oder gibt es auch positive Folgen?

Für mein Projekt sprach ich mit Leuten, die verschiedene Rollen in der Musikszene Hamburgs haben. Ansprechpartner waren Künstler wie Jakob Seidensticker und Smallpeople, Plattenfirmen wie liebe*detail und Smallville, und auch Plattenläden wie Otaku Records und Smallville. Diese Interviews haben es mir erlaubt, besser zu verstehen, wie sich Künstler, Plattenfirmen, und Plattenläden gegenseitig beeinflussen, wenn es um die Auswirkungen der Gentrifizierung in der Stadt geht.