Politische Einstellungen und Deutschpunk

Im Deutschpunk von Hamburg und Berlin sind politische Themen oft die zentralen Themen der Texte. Diese Charakteristik steht im Gegensatz zu der populären Gattung namens Fun Punk. In der Fun Punk Subgattung überwiegten Themen wie Partys, Frauen und Trinken. Diese Charakteristik von Bands aus Hamburg ist auch bedeutsam, weil in Deutschland die Politisierung der Punk Szene eine zentrale Rolle spielte und somit auch Hardcore Mitte der Achtziger politisch motiviert auf Punk, wie Fun Punk, reagierte. 1

Slime galt immer als eine politische Punkband und ihre Einstellungen sind erkennbar in den meisten ihrer Texten. Lieder wie “Yankees raus”, das ein Lied gegen die “Besetzung” von der “heuchlerischen” amerikanischen Reagan-Ära Regierung ist, und “A.C.A.B”, das ein Akronym für “All cops are bastards” ist, zeigen die Einstellungen auf den radikalen linken Flügel von der Band. Diese Einstellungen reflektierten viele Miglieder der Punk Szene, die unzufrieden mit den amerikanischen Besatzungkräften waren und oft von der Polizei belästigt wurden. 2 Während den Achtzigern beteiligte sich Slime aktiv an den Hausbesetzungen und viele von ihren Liedern wurden von den Hausbesetzungen inspiriert oder wurden für die Teilnehmer der Hausbesetzungen geschrieben. 3

Die andere aus Hamburg kommende Band namens Razzia wurde nicht so viel wie Slime von Politik inspiriert. Politische Einstellungen spielten eine Rolle in den Texten von Razzia, weil Politik einfach ein Teil des Lebens ist. Die Band spielte auch für die Hausbesetzungen und war auch politisch links aber nicht so radikal wie Slime. Razzia schrieb oft von anderen Themen wie von geopolitischen oder sozialen Konflikten und Partys, ohne eine bestimmte Einstellung zu fördern. Deshalb sagen viele Fans und Forscher, dass Razzia nie eine reine politische Punkband war.


  1. Büsser 28

  2. Büsser 17,24

  3. Ryser 140-141