Einleitung

Am 12. Dezember 2013 beschloss das Hamburger Parlament eine staatliche Frauenquote. Dieses Gesetz bestimmt eine Frauenquote von 40% für alle Gremien, bei deren Besetzung die Stadt Hamburg mitbestimmen kann und auch für Aufsichtsräte städtischer Unternehmen.  In den meisten europäischen Ländern werden verschiedene Arten von Frauenquoten, wie politische Parteien-Quoten, parlamentarische Quoten, und Unternehmens-Quoten, debattiert. In manchen politischen Parteien Deutschlands gibt es eine Frauenquote, deren Höhe von den Parteimitgliedern selber bestimmt wird und eine nationale Unternehmens-Quote ist für 2016 geplant. Jedoch ist Hamburg die einzige deutsche Stadt, die eine bestimmte Frauenquote im Parlament hat.

rathaus-smallEs gibt nicht viel Forschung über die Hamburger Frauenquote, wahrscheinlich weil sie so neu ist. Es gibt auch nicht viel Forschung über Einstellungen zu deutschen Frauenquoten, obwohl die Frauenquote eine viel diskutierte Frage in Deutschland ist. Man kennt die Variablen nicht, die die Einstellung einer Person zur Frauenquote beeinflussen. Um diese Variablen herauszufinden, verteilte ich eine Umfrage zu diesem Thema und ich interviewte verschiedene junge Leute. Im Ganzen beantworteten 18 junge Leute meine Umfrage, die Fragen zur politischer Zugehörigkeit, zu ihrer Stellung zur Frauenquote, und andere demographische Fragen enthielten. Von diesen 18 jungen Menschen interviewte ich 7 über die Themen Politik  und Frauenquote. Mit diesen beiden Befragungsmethoden wollte ich Antworten auf die folgende Forschungsfrage finden: Was beeinflusst die Einstellung einer Person zur  Hamburger Frauenquote?

Die Resultate der Umfragen und Interviews zeigen, dass eine Beziehung zwischen persönlicher politischer Ideologie und Stellung zur Frauenquote existiert. Die persönliche politische Ideologie, die von der Parteizugehörigkeit oft beeinflusst wird, hat einen großen Einfluss auf die Einstellung einer Person.  Die Argumente, die die Versuchsteilnehmer benutzten, um ihre Meinung zu verteidigen,  werden auch von geschlechtsbezogenen Aspekten geprägt.