Analyse der Umfrage

18 Leute beantworteten die Online-Umfrage zur Frauenquote. Die Befragten waren eine zielgerichtete Stichprobe: politisch aktive junge Leute in Hamburg. Auf Grund der geringen Teilnehmer ist diese Stichprobe nicht repräsentativ für die Jugend Hamburgs und die Ergebnisse sind nicht statistisch signifikant. Trotzdem zeigen die Resultate der Umfrage was eine Gruppe junger Leute von der Frauenquote halten. Eine der Fragen lautete: “Stufen Sie Ihr politisches Engagement von eins (1) bis vier (4) ein, wobei eins (1) nicht engagiert und vier (4) sehr engagiert bedeutet.” Alle stuften ihr Engagment mit drei oder vier ein.

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Standpunkt zur Frauenquote

37% der Befragten lehnen die Frauenquote ab und 63% unterstützen sie. Auf Frauen und Männer aufgeteilt, sieht es folgendermassen aus: 62.5% der Männer und 60% der Frauen unterstützen die Quote. 37.5% der Männer und 40% der Frauen lehnen die Quote ab. Es gibt kaum einen Unterschied zwischen den Meinungen der Frauen und den Meinungen der Männer. Die Meinungen beider Geschlechter spiegeln die Meinungen der ganzen Stichprobe.Die Ergebnisse sind nicht statistisch signifikant, aber sind wichtige Hintergrund-Information für die Umfrage-Ergebnisse zu den Gründen, warum die Frauenquote abgelehnt oder abgenommen wird.

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Standpunkt zur Frauenquote: Männer

Standpunkt zur Frauenquote: Männer

Aus den Daten wird nicht klar, ob Parteizugehörigkeit die Unterstützung oder Ablehnung beeinflusst. Die Mitglieder der CDU und der Linke sind geteilter Meinung, und die SPD und PDV haben nur einen Befragten. Beide FDP Mitglieder, die auch Männer sind, lehnen die Quote ab, und alle Mitglieder der Grünen (vier Frauen und vier Männer) unterstützen die Quote außer einer. Jedoch, wenn man sich die Gründe dafür ansieht, sind die Muster klar.

 

Standpunkt zur Frauenquote: Politische Parteien

Standpunkt zur Frauenquote: Politische Parteien

Hier sind die Argumente, die die Befragten verwendeten, um ihre Stellung zu begründen. Für Unterstützer ist “Frauen sind unterrepräsentiert” sehr wichtig, und für Gegner gillt das Argument, dass Frauen ihre Positionen “Wegen Qualifikation, nicht Geschlecht” bekommen sollen.

Diese Gründe zeigen auch eine Verbindung zwischen politischer Parteizugehörigkeit und Argumente. Die meisten Mitglieder der Grünen glauben einfach, dass Frauen unterrepräsentiert sind, und deswegen soll der Staat etwas tun. Diese Idee folgt der Ideologie der Grünen, die Gleichberechtigung betont. Das einzige Mitglied der Grünen, das die Quote ablehnt, meint, dass “ein Zwang langfristig nicht das Denken der Menschen ändern wird.”

Die FDP Mitglieder haben verschiedene Argumente, aber beide glauben an die freie Marktwirtschaft, und deswegen möchten sie keine erzwungene Quote, auch in der Politik. Einer beschreibt die Quote als “Unrecht in Bezug zur Leistung,” etwas, was sehr marktliberal ist, und der andere glaubt, dass der Markt Recht hat, und dass die Frauenquote den Markt behindert. Diese Argumente spiegeln die liberale Ideologie der FDP.

Die zwei Parteien, die zu diesen Themen getrennter Meinung sind, sind die CDU und die Linke. Die Mitglieder der CDU verwenden viele verschiedene Argumente, und es ist nicht klar aus dieser Umfrage, ob die Ideologie der CDU diese Argumente beeinflusst. Jedoch zeigt die Umfrage eine mögliche Antwort, warum die Mitglieder der Linken eine andere Einstellungen haben. Ein Befragter möchte mehr als nur die Quote, um Frauen anzugleichen, aber der andere ist gegen die Quote und benutzt das häufige Argument über Qualifikation benutzt, um seinen Standpunkt zu begründen, obwohl die Linke die Quote offiziell unterstützt.

Grunde

Häufigste Argumente für und gegen die Quote

Die Umfrage entdeckt ein paar Argumente für und gegen die Quote, und sie zeigt auch eine mögliche Verbindung zwischen politischer Einstellung und Standpunkt zur Frauenquote. Trotzdem ist diese Verbindung aus den Daten der Umfrage nicht ganz ersichtlich. Um diese Verbindung besser zu verstehen und zu verstehen, warum Leute die Quote unterstützen oder ablehnen, sind die Interviews das beste Mittel.