Schwachstellen des Gesundheitswesen während des Ausbruchs

Der EHEC Ausbruch in Norddeutschland stellte das deutsche Gesundheitswesen und Versorgungssystem vor eine große Herausforderung. Diese Schwachstellen wurden im In- und Ausland kritisiert. Laut der Zeitschrift Nature kommentierte Gérard Krause, ein Epidemiologe am Robert Koch Institut, dass die Unregelmäßigkeit mit der Patienten für mikrobiologische Nachbehandlungen aufgeboten wurden, die Entdeckung des Ausbruchs verzögert hatte. 1 Diese Schwachstelle war nicht die einzige, die während des Ausbruchs ans Licht kam.

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Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg

Außer den Problemen mit Kommunikation und Koordination, wurden die Grundsätze für die Lebensmittelsicherheit auch als Schwachstellen erwähnt. 2 Die Hygiene und Überwachungsstandards für Rohkost waren nicht genügend, um vor verschiedenen Pathogenen wie EHEC Bakterien zu schützen. 3

Seit 2011 wurden Maßnahmen entwickelt, um die verschiedenen Schwachstellen zu verbessern. Nach dem Ausbruch wurden Diagnose Labors mit Analysenkoffern ausgestattet, um spezifische Pathogenen zu identifizieren. 4 Diese Maßnahmen sollen die Ausbreitung dieser Pathogen in kürzester Zeit verhindern. Zusätzlich gab es Besprechungen über die Verbesserung der Überwachungsstandards und des Meldesystems. Die Frage aber, die noch gestellt wird, ist, ob die Änderungen erfolgreich gemacht worden sind, und ob sie reichen werden, um in der Zukunft einen solchen Ausbruch zu verhindern.