Forschungsprojekt

Von Mai bis Juni 2011 fand der größte EHEC Ausbruch in der ersten Welt statt. Dieser Ausbruch trat vor allem in Nord-Deutschland auf, besonders in der Nähe von Hamburg. Das Pathogen1, Auslöser des Ausbruchs, ist ein Stamm des Darmbakteriums Escherochia colis. Die Infektion hatte seriöse Auswirkungen wie zum Beispiel das hämolytisch-urämisch Syndrom (HUS), was zuerst ein Rätsel war, weil dieses Symptom nicht immer mit EHEC Bakterien assoziiert wird. Am Anfang berichteten Wissenschaftler, dass spanische Gurken und Tomaten die potentielle Quelle sein könnten, weil EHEC Bakterien an diesen Gemüsen gefunden worden sind. Aber es schien, dass es nicht der gleiche EHEC Stamm war. Im Juni 2011 veröffentlichten das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Robert Koch-Institut, dass die wahrscheinlichste Quelle dieses Ausbruchs infizierte Sprossen waren.

Die deutsche, die EU und Hamburger Fahnen

Insgesamt erkrankten 855 Leute an HUS und 2.987 an Gastroenteritis. 53 Patienten starben an der Infektion. Frauen mittleren Alters schienen am anfälligsten gewesen zu sein. Während und nach dem Ausbruch kritisierte man Deutschland und die EU in Bezug auf Probleme im Öffentlichen Gesundheitswesen in Deutschland und der EU. Besonders kritisiert wurde das dezentralisierte Wesen des Systems und der Mangel an Kommunikation zwischen verschiedenen Bereichen und Behörden während des Ausbruchs.

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Der Hafen von Hamburg

Diese Studie befragte eine Historikerin des Auswanderer- museums, einen Beamten der Hafengesundheits- behörde, einen Angestellten von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, und Ärzte von der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf über die Änderungen, die seit 2011 gemacht worden sind, um das Öffentlichen Gesundheitswesen zu verbessern.

 


  1. Pathogen bedeutet “eine Krankheit verursachen”. Darüber hinaus werden als Pathogene alle Substanzen zusammengefasst, die eine Erkrankung ursächlich bedingen können. (DocCheck Lexikon)