Kommunikation zwischen den verschiedenen Ämtern

Eine ansteckende Krankheit zu identifizieren, um einen möglichen Ausbruch zu verhindern, ist keine leichte Sache. Bis die Information eines einzelnen Patienten zu einer zentralen Stelle gelangt, wo eine sichere Analyse gemacht werden kann, kann es Tage, manchmal Wochen dauern; Tage und Wochen, in denen andere Menschen angesteckt werden können. Genau dieser Zeitverlust wurde beim EHEC Ausbruch 2011 am meisten kritisiert. Unten sehen wir eine vom RKI erstellten Graphik, die das Weiterleitenvon Hus Fällen ans Institut während des Ausbruchs zeigt.1 Auf der Krankenhaus Ebene, besonders in Bezug auf die Universitätskliniken Hamburg-Eppendorf, war die Kommunikation relativ gut zwischen den Krankenhäusern. Die Kommunikation zwischen der Behörde und anderen Ämter ließ am Anfang aber zu wünschen übrig.

RKI graph

Das Weiterleiten von Hus Fällen ans Robert Koch Institut

Die gemeinsame Ansicht der Experten ist es aber, dass der Ausbruch im Jahre 2011 eine Verbesserung  der Koordination und Kommunikation zur Folge hatte. Obwohl die Schwachstellen der Kommunikation auf vielen verschiedenen Ebenen der Regierung lag, ist es inzwischen in allen Bereichen in Hamburg  seit dem Ausbruch deutlich besser geworden. „Die Arbeiter der verschiedenen Bereiche wollen mehr miteinander arbeiten und kooperieren; der Wille zusammenzuarbeiten hat den Aspekt der Kommunikation wesentlich weniger problematisch gemacht“, meinte der Port Health Official. 2 Auch in den Protokollen hat sich etwas verändert, um die Kommunikation zwischen Behörden und anderen Bereichen  zu verbessern. Die Änderungen erlauben es den Angestellten, besser und schneller miteinander zu reden mit aufgebesserten Computer Systemen. 3 Obwohl Technologie die Kommunikation verbessern kann, kann es auch eine Situation komplexer machen. 4 Aber dies ist nicht nur eine Aufgabe spezifisch für Deutschland, sondern sie existiert in der ganzen Welt. Mit technologischen Änderungen kommen auch wechselnde Herausforderungen.

Nach dem Ausbruch wurden Änderungen eingeführt, um das Meldesystem zu verbessern. Die Melde- und Übermittlungsfristen für Infektionskrankheiten wurden gekürzt, um die Gesundheitsämter und das Robert Koch Institut (RKI) schneller über Labornachweise und Diagnosen zu informieren, damit sie schneller und effizienter verschiedene Maßnahmen einsetzen können. Vorher dauerte es ungefähr 16 Tage bis das RKI die Information bekam. Heute soll es nur rund 3 bis 5 Tage dauern. 5 Zusätzlich hat das Bundesverbraucherministerium ein großes Maßnahmenpaket hergestellt. 6 Dieses Paket wurde eingeführt, um Verbraucher besser vor Krankheiten zu schützen, besonders vor Krankheiten die durch Lebensmittel übertragen werden.